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Ratsmehrheit lehnt DP-Forderung nach Festsaalrenovierung ab (2.6.2006) Herr Jos Hardt pachtet Gründstücke mit einer Gesamtfläche von 1 Ha 98 cAr für 150€ pro Jahr. Eine Konvention mit dem ‘Club Senior’ wurde ebenfalls einstimmig genehmigt, hier übernimmt der Staat 87% der Personalkosten, welche sich insgesamt auf rund 218000 € belaufen. Die Gemeinde tritt zwei Parzellen an die Familie Weber-Ueberecken (1,265 Ar) und an Frau Elsy Schweich-Kesternich (28,8 m2) für einen Preis von 5000 €/Ar ab. Die Mülltaxen werden teurer. Darauf einigte sich der Gemeinderat (bei Enthaltung von DP-Rat Hansen). Die Mülltonnen werden mit folgenden Preisen pro Monat berechnet: 80 Liter (10€ anstatt 9.30€), 120 Liter (14€ anstatt 12.39€) und 240 Liter (25€ anstatt 22.31€). Die durchschnittliche Teuerung liegt bei rund 11,7 %. Die SIGRE-Plastiksäcke werden mit 4€ (anstatt 3.47€) verrechnet. Das gesamte Paket soll rund 25000€ mehr in die kommunalen Kassen spülen. Fränk Hansen zeigte sich prinzipiell mit einer Anpassung einverstanden, begründete seine Enthaltung jedoch damit, dass die Benutzer kleinerer Tonnen vergleichsweise mehr zahlen als jene mit grösseren Tonnen, was kaum im Sinne der Müllvermeidung sei. Er bemängelte auch, dass jede SIGRE-Gemeinde andere Preise verrechnet. Er schlug ebenfalls vor, eine 60 Litertonne einzuführen und forderte eine bessere Aufklärung der Privathaushalte und der Betriebe. Bürgermeister Stefanetti stellte im Abfallbereich eine stärkere Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grevenmacher in Aussicht. Die Räte nahmen die Abänderung des Organigramms der Gemeindearbeiter zur Kenntnis, bevor ausserordentliche Subsidien über jeweils 50 € an die ‘Initiativ Liewensufank’ und an den Dienst ‘Krank Kanner doheem’ bewilligt wurden. In einer Motion forderte die DP-Fraktion die Instandsetzung des Wasserbilliger Festsaals (u.a. Erneuerung der Bühne und der Lautsprecheranlage, Anstrich, Beleuchtung). Bürgermeister Stefanetti bewies sich nach der DP-Argumentation wieder einmal als Meister des politischen Spagats: nachdem er versprach den DP-Forderungen Rechnung zu tragen, schlug er vor, die Motion abzulehnen. Die LSAP-CSV-Ratsmehrheit folgte dem Rat ihres Chefs und lehnte die DP-Forderung (gegen die Stimmen der DP) ab. In einem letzten Punkt auf der Tagesordnung wurde den Räten Kompensierungsmassnahmen und verschiedene Arbeiten an der Sauer betreffend einen Hochwasserschutz vorgestellt. Die einstimmig zurückbehaltene Variante 1 (Kostenpunkt 1.185 Millionen €, davon 548100€ aus der kommunalen Kasse) sieht eine teilweise Renaturierung der Sauer, eine Ausbaggerung der Sauerwiese mit Anpassung des Radwegs, eine Schutzmauer in Campinghöhe sowie verschiedene Massnahmen in der Sauerstrasse vor. Ob diese Variante schlussendlich jedoch verwirklicht wird, hängt von der Hydrogeologie und den noch nicht bekannten Zusatzkosten ab. |
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Gemeinderat genehmigt Teilbebauungsplan im Merterter Zentrum (30.6.2006) Eine gut gefüllte Tagesordnung erwartete die Räte am 30. Juni 2006. Der Lehrerin Ulrike Schiltz-Schubert wurde eine Halbtagsarbeit bis 2008 bewilligt. Aus einer Liste von siebzehn weiblichen Postulanten für den Posten eines Erziehers (m/w) mit Angestelltenstatut setzte sich im dritten Wahlgang Sandra Lickes-Wirtz mit sieben Stimmen gegen drei für Astrid Nuszkowski durch. CSV-Rätin Cilly Nuszkowski-Hirtt nahm aus Befangenheitsgründen nicht an dieser Wahl statt. Die Schulorganisation pro 2006/2007 wurde ohne grössere Diskussionen einstimmig genehmigt. In fünf Vorschulklassen und neunzehn Primärschulklassen werden insgesamt 383 Kinder unterrichtet. Dazu kommen insgesamt zwei Früherziehungsklassen. Schöffe Scheid (CSV) stellte eine Konvention mit der Echternacher Gemeinde vor, in welcher es um die dort ansässige Musikschule geht. Neuerdings kosten sämtliche dort belegten Kurse 458.35 € pro Jahr. Die Gemeinde unterstützt weiterhin jene Musikschüler, welche Mitglied in einem kulturellen Verein der Gemeinde sind. Hiervon sollten jedoch laut Konvention die Erwachsenen mit Erwerbseinkommen ausgeschlossen werden. Auf Vorschlag von Rat Fränk Hansen (DP), der für eine weiterreichende Unterstützung der kulturellen Vereine eintrat, wird diese Unterstützung schliesslich doch auch diesen Erwachsenen gewährt. Die ordentlichen Subsidien für das Jahr 2006 wurden einstimmig genehmigt, obwohl die finanzielle Unterstützung der Natur- und Vogelschutzliga den Räten Laurent und Franzen ein Dorn im Auge war. Genehmigt wurde das ‘Package 2006’ des ‘Objectif plein emploi’ betreffend die ‘Internet-Stuff’, den Nachbarschaftsdienst, das Aquarium sowie die Grünanlagen. Die Gemeinde übernimmt 30% der Ausgaben, d.h. rund 215000 €. Rat Hansen unterstrich die Wichtigkeit der Beschäftigungsinitiativen, forderte jedoch eine verbesserte Ausbildung der dort Beschäftigten, um diese fit zu machen für den normalen Arbeitsmarkt. Auch schlug er dem Schöffenrat vor, jene Beschäftigten, welche zufriedenstellend arbeiten, einen festen Arbeitsplatz in den Gemeindediensten zu bieten. Rat Franzen (LSAP), welcher im regionalen Vorstand dieser Initiatve ist, meinte jedoch dass eine Weiterbeschäftigung im ‘Objectif plein emploi’ besser, da billiger für die Gemeinde sei. Rund 15000€ kostet das Anlegen eines Bürgersteiges in der rue JP Beckius in Mertert, welche einstimmig angenommen wurde. Bei einer Enthaltung (Rat Hansen) wurde der Teilbebauungsplan betreffen den Ortskern in Mertert definitiv genehmigt. Laut Bürgermeister Stefanetti wurde den zahlreichen schriftlichen Einwänden (u.a. des Leiters des kommunalen technischen Dienstes) Rechnung getragen. Definitiv negativ begutachtet wurden weitere Reklamationen betreffend Abänderungen des PAG von Parzellen ‘in den Kampen’ zwischen Mertert und Wasserbillig. Die Privatbeamtin, welche im Tourismusinformationsbüro arbeitet, leistete im vergangen Jahr 216 Überstunden, von denen die Hälfte bezahlt wird und die andere Hälfte durch zusätzliche Urlaubstage kompensiert wird. Der Gemeinderat wunderte sich über diese an sich untragbare Situation und fragte nach den Gründen. Der Bürgermeister wies auf zahlreiche Verpflichtungen der Angestellten hin und bemerkte, dass die Tourismusentente der Mosel ihren Verpflichtungen (d.h. zur Verfügungstellen einer Halbtagsstelle) nicht nachkommt. Rat Hansen fragte daraufhin den Bürgermeister, welcher selbst Vorstandsmitglied dieser Vereinigung ist, warum dieser sich denn nicht für Abhilfe einsetzt oder ob man in diesem Gremium nicht miteinander rede... Ausserordentliche Subsidien gehen an die Vereinigung der Strassenverkehrsopfer (125€), die Sécurité routière (150€), das Grevenmacher Festkommittee (25€) sowie die Aidsforschung (50€). Rat Laurent wollte wissen, wie es mit der Elektroschrottsammlung der Gemeinde steht. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass man zweimal wöchentlich die Geräte abgeben kann und dass rund 15 Personen bisher davon Gebrauch machten. Zu einem Abholdienst machte er keine deutliche Aussage. Rat Hansen (DP) fragte, ob es nicht zeitgemässer wäre, nur eine einzige öffentliche nationale Feier mit Organisation eines Volksfestes zu organisieren. Bürgermeister Stefanetti antwortete, dass man sich diesbezüglich im Schöffenrat Gedanken mache. Das gleiche Ratsmitglied fragte dann den Schöffenrat, ob dieser die fälschlicherweise häufig benutzte Bezeichnung ‘Commune de Mertert-Wasserbillig’ einführen wolle. Hierauf antwortete der Bürgermeister, dass man nicht plane die Gemeinde umzutaufen. In offiziellen Mitteilungen der Gemeinde (wie z.B. Ausschreibungen) sollte jedoch Wert gelegt werden auf die richtige Bezeichnung der Gemeinde. In einer letzten Frage befasste sich Fränk Hansen mit der offiziellen Informationspolitik der Gemeinde. Gust Stefanetti räumte ein, dass mittlerweile neun Sitzungsberichte noch nicht im ‘Gemeeneblat’ veröffentlicht wurden und dass die Internetseiten überarbeitet werden müssen. Er lehnte jedoch den DP-Vorschlag nach einer detaillierteren, präziseren und neutralen Berichterstattung ebenso ab wie die Oppositionsforderung, den verschiedenen Parteien im ‘Gemeeneblat’ Raum zur Verfügung zu stellen, um ihre Meinungen und Ideen vorzubringen. |
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Gemeinde Mertert stellt ‚artisan fonctionnaire’ ein (14.7.2006) |
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Gemeinde Mertert schafft zusätzliche Bauplätze (28.7.2006) Bis auf den entschuldigten Schöffen Leonardy nahmen alle Räte an der wohl letzten Sitzung vor der Sommerpause teil. |
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