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Gemeinderat genehmigt Bauvorhaben in Mertert (2.2.2007) In der Sitzung vom 2. Februar 2007 des Merterter Gemeinderats fehlten Marielle Oberweis und Claude Franzen (beide LSAP) entschuldigt. Forstaufseher Jean Mathey gab Einblick in den Kultur- und Holzfällungsplan 2007, welcher Einnahmen von 92000 Euro und Ausgaben in Höhe von 184000 Euro vorsieht. Rat Fränk Hansen (DP) fragte nach, ob die Gemeinde vorhabe, ihre Wälder nach PEFC zertifizieren zu lassen. Laut Schöffenrat beabsichtige man dies im Laufe des Jahres zu beschliessen.
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Gemeinderat Mertert: Weiterverschuldung trotz besorgniserregenden Finanzen (2.3.2007) Berufsbedingt fehlte Rat Gilbert Peusch (DP) bei der Gemeinderatssitzung vom 2.März 2007. Das Ende Dezember 2006 gestimmte Budget für 2007 wurde nicht vom Innenminister genehmigt, da dieser bislang eine vorgesehene Einnahme über 400000 Euro aus einer kommunalen Mineralöltaxe nicht gutgeheissen hat. Deshalb wurde eine erneute Anleihe über den gleichen Betrag von der LSAP-CSV-Mehrheit genehmigt. Rat Fränk Hansen (DP) stimmte gegen diese und bemängelte die Inkonsequenz des Innenministers. In seinen Bemerkungen zum kommunalen Budget habe Halsdorf von einer ‘besorgniserregenden Finanzsituation’ geschrieben, welche nur durch eine Kürzung der ordentlichen Ausgaben, einer Erhöhung von verschiedenen ordentlichen Einnahmen oder einer Kürzung der Investitionen gelöst werden könne. Derselbe Innenminister schlage, so Hansen, nun eine erneute Weiterverschuldung der Gemeinde vor, welche die Finanzsituation noch verschlechtere. Zwei Sektorwechsel im Schulwesen wurden ebenso genehmigt wie verschiedene Einnahmeerklärungen. Eine kommunale Taxe von 1200 Euro für den Verwaltungsaufwand bei Teilbebauungsplan-Prozeduren wurde nach Erklärungen des Bürgermeisters genehmigt. Ebenso genehmigt wurde eine Konvention mit der ‘Spatzennascht asbl’. Rundum griesgrämige Gesichter gab es am Sitzungstisch bei der Diskussion zur Genehmigung eines zusätzlichen Kostenvoranschlags betreffend den Aus- und Umbau der Tagesstätte ‘Muselheem’. Rat Hansen (DP) bemängelte, daß wieder einmal ein Bauvorhaben um mehr als ein Viertel teurer werde als geplant. Er verstehe auch nicht, so Hansen, daß je mehr Fachleute bei der Planung eines Baus beteiligt seien, desto eher man mit falschen Vorgaben zu rechnen habe. Ihm bliebe, genauso wie seinen Ratskollegen, nichts anderes übrig, als diese Mehrkosten zu stimmen, damit die Arbeiten fortgesetzt werden können. Im Nachhinein müsse sich jedoch ein jeder fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, ein komplett neues ‘Muselheem’ an anderer Stelle zu errichten. Rat Franzen (LSAP) gab sich zwar auch als Gegner von zusätzlichen Kostenvoranschlägen aus, kündigte jedoch auch an, diese Mehrkosten zu stimmen. Bürgermeister Stefanetti (LSAP) versuchte zu erklären, daß vieles unvorherzusehen war und daß die Fachleute nicht mit diesen Zusatzkosten gerechnet hätten. Schließlich wurden die Mehrkosten von 632000 Euro, welche sich nicht im Budget 2007 befinden und für die deshalb eine erneute Anleihe im Raum steht, einstimmig genehmigt. Eine dringende Verkehrsverordnung betreffend ein Weinbergsweg wurde einstimmig bestätigt. Ausserordentliche Subsidien gehen an den Wasserbilliger ‘Cercle des Pêcheurs’, welcher seinen 70. Geburtstag feiert (250 €) sowie an die lokale Sektion der ‘Fraen a Mammen’ für ihr 30-jähriges Bestehen (250€). Nach einigen kurzen Mitteilungen des Schöffenrats befasste sich dieser mit einer Anfrage von Rat Hansen betreffend die Trinkwasserqualität und Wasseranalysen, welche das Gesetz vorschreibt. Bürgermeister Stefanetti antwortete, daß vor ein paar Monaten Analysen angefertigt, jedoch nicht veröffentlicht wurden. Das soll nun in einem der nächsten ‘Gemengenbuet’ nachgeholt werden. Nachzutragen bleibt, daß Herr Serge Boesen auf einen Posten im Gemeindesekretariat gewählt wurde.
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Gemeinde Mertert erhöht Steuern (Aus der Sitzung vom 27.4.2007) Eingangs der Sitzung teilte Bürgermeister Stefanetti (LSAP) mit, daß verschiedene Punkte kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt werden müssten. Rat Fränk Hansen (DP) zeigte sich hiermit nicht einverstanden, da die notwendigen Unterlagen innnerhalb der vorgesehen Frist zur Einsicht fehlten. Trotz seiner Gegenstimme kamen die Punkte auf die Tagesordnung. Ein provisorischer Posten für die Früherziehung wurde geschaffen sowie drei definitive Posten in der Primärschule (Enthaltung Rat Hansen). Zwei nicht gemeindeansässigen Kindern wurde erlaubt, die kommunale Schule zu besuchen. Rat Gilbert Peusch (DP) fragte in diesem Zusammenhang nach, wieviele gemeindeansässige Kinder eigentlich in anderen Gemeinden eingeschult sind. Der Bürgermeister nannte einen Fall von Kindern, welche in der Gemeinde Mompach eingeschult seien, andere Fälle konnte er nicht nennen. Insgesamt fünf Sektorwechsel im Schulwesen wurden gutgeheissen. Das Minerval für gemeindefremde Kinder wurde auf 400 € pro Trimester festgelegt. Rat Hansen beglückwünschte den Schöffenrat, welcher nun endlich einen DP-Vorschlag von Januar 2006 umsetze. Nach der Genehmigung von Einnahmeerklärungen und verschiedenen definitiven Abrechnungen wurde ein Mietvertrag mit Frau Christa Roller-Maes gutgeheissen. Provisorisch genehmigt wurde ein Teilbebauungsplan, gelegen in der rue JP Beckius in Mertert. Bei der Abstimmung enthielt sich Rat Hansen, da auf den Plänen weder eine Strasse mit Bürgersteigen, noch genau die an die Gemeinde abzutretende Fläche eingezeichnet sind. Mit neun Stimmen (Enthaltung Peusch und Gegenstimme Hansen) wurden die Hebesätze für die Gewerbe- und Grundsteuer erhöht. Laut Schöffenrat erwarte man sich u.a. bei der Grundsteuer rund 38000 € Mehreinnahmen pro Jahr. Drei notarielle Akte mit den Familien Weber-Überecken und Schweich-Kesternich sowie der Gesellschaft Imko wurden einstimmig angenommen. Ebenfalls einverstanden zeigte sich der gesamte Gemeinderat mit der Benennung von vier Strassen. So wird die zu erschliessende Strasse zwischen Hauptstrasse und rue de Mertert den Namen rue François Mathieu erhalten und die Strasse entlang des Merterter Hafens in route du Vin umgetauft werden. Der mittlere Weinbergsweg heisst fortan rue Häerewéngert und die Straße unterhalb der rue des Gaulois in Wasserbillig erhält den Namen des früheren Ehrenbürgermeisters Auguste Hansen. Ausserordentliche Subsidien gehen an SOS-Détresse (50€) sowie an das Syndicat d’initiative in Wasserbillig (Beteiligung von 10000€ an Investitionen von rund 38700€). Der Schöffenrat teilte dann mit, daß eine Unterredung mit Innenminister Halsdorf betreffend die Einführung einer Mineralöltaxe bisher nichts ergeben habe. Weiter wußte die Gemeinde zu berichten, daß es immer noch nicht sicher sei, daß das Postbüro in Wasserbillig erhalten bleiben wird, daß im Juni an der Mosel gearbeitet wird und daß die Gemeinde Interesse am Wohnungsbaupakt zwischen der Regierung und den Gemeinden bekundet habe. Die beiden LSAP-Räte Laurent und Franzen stellten Fragen zum schlechten Zustand des Wanderwegs zwischen Mertert und Manternach sowie zum Parking beim Kulturzentrum in Wasserbillig. Rat Peusch (DP) wollte wissen, ob die neue ‚Kantinnsbréck’ im Ortsteil op der Esplanade offiziell geöffnet ist und wer für deren Unterhalt zuständig sei. Laut Bürgermeister wäre die Brücke auf eigene Gefahr geöffnet und die kommunalen Dienste seien für die regelmässige Säuberung zuständig. Rat Hansen (DP) fragte den Schöffenrat, ob dieser die Meinung der DP teile, daß das Polizeikommissariat in Wasserbillig unterbesetzt sei, um zufriedenstellend für Sicherheit, Recht und Ordnung zu sorgen. Bürgermeister Stefanetti gab dem Fragesteller Recht und versprach, zusammen mit seinen Kollegen aus den Gemeinden Mompach und Rosport beim zuständigen Minister vorzusprechen, um die aktuelle Belegschaft von drei Polizisten aufzustocken.
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Heftige Debatten über Zusatzkredit für Schule (Aus der Sitzung vom 13.7.2007) Nach der nicht öffentlichen Sitzung, bei der es insbesondere um Schulangelegenheiten ging, genehmigte der Gemeinderat zwei Sekteurwechsel im Schulwesen und eine Schuldispenz. Bürgermeister Stefanetti (LSAP) stellte die Schulorganisation für 2006/2007 vor. 37 Kinder werden aufgeteilt in drei Früherziehungsklassen, 78 Kinder werden in fünf Vorschulklassen unterrichtet. In 19 Primärschulklassen werden schliesslich 283 Kinder auf den Ernst des Lebens vorbereitet. Bevor die Schulorganisation einstimmig angenommen wurde, wies Rat Fränk Hansen (DP) auf immer wieder aufkommende Gerüchte über ein gewisses Unbehagen im Primärschulunterricht in Mertert hin. Hier scheinen Probleme zwischen Eltern und Kindern einerseits, sowie dem Lehrpersonal andererseits zu bestehen. Hansen forderte den Schöffenrat und die Schulkommission auf, diese Probleme genauer unter die Lupe zu nehmen und Lösungen zu suchen. Ein Teilbebauungsplan gelegen in der rue Auguste Hansen in Wasserbillig weist den Bau von bis zu 19 Wohnungen auf. Dieser von Immoflex sàrl vorgelegte Plan wurde nach jahrelangen Hin und Her provisorisch vom Gemeinderat gutgeheissen. Nach der Genehmigung von Einnahmeerklärungen und definitiven Abrechnungen wurde eine Konvention mit der Musikschule Grevenmacher gutgeheissen. Ein Kostenvoranschlag über 120000 € betreffend die Instandsetzung der Dusch- und Umkleideräume in der Merterter Primärschule wurde gutgeheissen. Viel Diskussionsstoff und unzufriedende Gesichter bereitete ein zusätzlicher Kredit für den Bau der neuen Schule in Wasserbillig. Nachdem der Bürgermeister einige Erklärungen zu dem Gesamtbetrag von 555000 € gab, meldeten sich einige Räte zu Wort, um ihre Unzufriedenheit auszudrücken. Rat Hansen bemerkte, daß es sich bei diesen Zusatzkosten um Anpassungen an den Baupreisindex handele. Da jedoch bereits von 2003 bis 2006 immer wieder Teilrechnungen beglichen wurden, könne man davon ausgehen, daß diese Preiserhöhungen damals schon beglichen wurden und nicht ein zweites Mal verrechnet werden müssen. Rat Pütz (CSV) zeigte sich erbost und kündigte an, daß er diesen Kredit nicht stimmen würde. Rat Laurent (LSAP) fragte, was eigentlich geschehen würde, falls dieser Zusatzkredit nicht gestimmt werde und sein Parteikollege Jean Kayser meinte, dass der Architekt seine Hausaufgabe nicht gemacht habe. Nachdem der Bürgermeister und Schöffe Scheid versuchten, die Stimmung zu beruhigen und der Antrag von Rat Kayser, den Architekten in eine Arbeitssitzung einzuladen, ohne Abstimmung abgelehnt wurde, konnte der Zusatzkredit mit den Stimmen des Schöffenrats und der Rätin Oberweis gestimmt werden. Drei Räte stimmten dagegen, die restlichen vier Räte enthielten sich. Die beiden DP-Räte enthielten sich bei der Genehmigung der administrativen Konten des Rechnungsjahres 2005, das ‘compte de gestion’ wurde einstimmig angenommen. Die ordentlichen Subsidien pro 2007/2008 wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr angenommen. Ausserordentliche Subsidien gehen an das Festkommittee Grevenmacher (25€) sowie an die Luxrollers (50€). Zwei Fragen der DP an den Schöffenrat rundeten die Sitzung ab. Zuerst wollten sie vom Schöffenrat wissen, wie es denn nun mit dem Bau der Moselkläranlage aussehe. Hierauf antwortete der Bürgermeister, daß der Standort noch immer nicht definitiv und bindend festgelegt wurde. Die Gemeinden Mertert, Grevenmacher, Wormeldingen, Lenningen und Stadtbredimus werden an die Anlage angeschlossen, derweil sich insgesamt siebzehn Gemeinden an der Verwaltungsstruktur beteiligen. Ob der Staat nach 2010 weiter den Bau mit 85% Subsidien unterstütze, stehe auch noch nicht fest. Mit dem Baubeginn könne man laut einem optimistischen Szenario frühestens 2008 rechnen. Eine andere Frage beschäftigte sich mit den Ausscheidungen der Wasservögel an der Wasserbilliger Spatz und deren Auswirkungen auf den Tagestourismus. Hier soll in Zukunft laut Schöffenrat eine Umzäunung verhindern, dass die Vögel auf Bürgersteig und Strasse gelangen.
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